3. Rang und ein Mythos?

Gratulation an das Team zum 3. Rang – punktgleich mit dem Zweitplatzierten – und ein Mythos, an dem offenbar doch etwas Wahres dran ist?

Gratulation!

Das Team hat den BSC Old Boys Basel sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz vorbildlich repräsentiert.

Schöne Spielzüge, fairer Kampf, grosser Teamgeist, die Bereitschaft Neues auszuprobieren, sowie mehrere Spielerinnen, die sich als erstmalige Torschützinnen eintragen konnten. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Teams macht allen grosse Freude.

Der Einzug ins Spiel um Platz 3 wurde uns durch ein einziges Tor Differenz verunmöglicht – verursacht durch eine einzelne, für alle offensichtliche Person auf dem Platz. Unser Team hat jedoch schon früh gelernt, mit solchen Situationen umzugehen und daran zu wachsen. Dennoch ist es einfach schade, denn sie hätten es verdient. Sehr gefallen hat mir auch das freundschaftliche Wiedersehen der Spielerinnen und Trainer/-innen mit anderen Vereinen sowie das Entstehen neuer Fussballfreundschaften.

Mythos?

Offensichtliche Benachteiligung unseres Teams.

Zum ersten Mal habe ich live erlebt, dass am „Gerücht“, OB werde manchmal absichtlich benachteiligt, tatsächlich etwas dran ist. Es fehlte nur ein alles entscheidendes Tor, um ins kleine Finale einzuziehen.

– Uns wurde ein Tor aberkannt, obwohl der Ball vor dem Abpfiff die Linie klar überquert hatte.
– Zusätzlich wurde ein klarer Penalty verwehrt – es war kein Ball in der Nähe unserer gefoulten Spielerin (wäre evtl. ein zweites Tor).
– Anscheinend wurde uns noch ein weiterer Penalty nicht gegeben.
– Dafür wurde bei Balleroberungen gegen uns gepfiffen (und die Zeit verstrich).
– Das OK unternahm nichts („mi luegge denn“), obwohl Gegner und Schiedsrichter die gleiche Trikotfarbe trugen.

All dies geschah im entscheidenden Spiel. Mehrere Tore bzw. klare Torchancen (Penaltys) wurden uns genommen. Wie oben beschrieben, kann man aus solchen Situationen wachsen. Gleichzeitig erzeugen sie jedoch aus gesundem Kampfgeist heraus eine gewisse „Rachelust“. Je nach Charakter können daraus unschöne Szenen auf dem Spielfeld entstehen – und danach wundert man sich, weshalb.

Ich weiss:
Niemand kann was dagegen unternehmen. Selbstverantwortung, Karma, Augen zu und weiter. Es ging letztlich um nichts – und trotzdem hätte unser Team es verdient, sein Finalspiel zu bestreiten.

Wir nehmen die gute Leistung mit Stolz mit und pflegen weiterhin gute Beziehungen zu den anderen Teams. Tatsache jedoch kein Trost, dass nicht nur wir mit der Leistung der Unparteiischen nicht zufrieden waren.

Persönlicher Ansporn:

Liestal, wir sehen uns in der Meisterschaft wieder!
Es wird ein Heimspiel – wir können uns also voll aufs Spiel konzentrieren und auf einen neutralen Verbands-Schiedsrichter zählen.

Sidney